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Blog · Auffindbarkeit

Google-Unternehmensprofil: Diese Angaben lesen auch KI-Antworten

Google schreibt selbst, dass KI-Antworten Angaben zu lokalen Unternehmen enthalten können, und nennt dafür das Unternehmensprofil. Es lohnt sich also zu wissen, welche Angaben zählen, was verboten ist und wie Sie Ihr Profil in zehn Punkten selbst prüfen.

Kevin Schäfer17. September 20269 Minuten Lesezeit

Illustration: Ein Unternehmensprofil mit goldener Kartennadel, Sternebewertung und Öffnungszeiten.
Schematische Darstellung eines Unternehmensprofils mit Kartennadel, Bewertung und Öffnungszeiten.

Kurzüberblick

Das Wichtigste auf einen Blick

Fünf Regeln, an denen Sie Ihr eigenes Profil sofort messen können.

  1. Google nennt das Profil ausdrücklich

    Google nennt das Unternehmensprofil als Hilfe, um in KI-Antworten und in den übrigen Google-Suchergebnissen sichtbar zu sein. So steht es im Google-Leitfaden zu generativen KI-Funktionen vom 15.05.2026. Eine Zusage für eine Nennung ist das nicht.

  2. Drei Kriterien entscheiden lokal

    Lokale Suchergebnisse hängen laut Google von Relevanz, Entfernung und Bekanntheit ab. Zur Bekanntheit zählen unter anderem Rezensionen und Websites, die auf Sie verweisen. Kaufen lässt sich ein besseres Ranking laut Google nicht.

  3. Der Name wie auf dem Schild

    Der Name im Profil muss so lauten wie auf Schild und Briefpapier, ohne zusätzliche Suchbegriffe. Das verlangen die Google-Richtlinien, auch wenn Fachleute Suchbegriffen im Namen eine Wirkung zuschreiben.

  4. Ohne Ladenlokal: Einzugsgebiet statt Adresse

    Wer keine Kunden am eigenen Standort empfängt, blendet die Adresse aus und legt höchstens 20 Gebiete fest. Das Gebiet soll laut Google nicht weiter als etwa zwei Fahrstunden entfernt liegen. Virtuelle Büros ohne Personal sind nicht erlaubt.

  5. Bewertungen nur ohne Gegenleistung

    Sie dürfen Kunden um Bewertungen bitten, aber keine Rabatte, Geschenke oder Zahlungen dafür anbieten. Verboten ist auch, gezielt nur zufriedene Kunden anzusprechen. In einer US-Befragung von BrightLocal (Februar 2026, 1.002 Verbraucher) achten 74 Prozent auf Bewertungen der letzten drei Monate.

Zum Abhaken

Profil-Checkliste in zehn Punkten

Öffnen Sie Ihr Profil in einem zweiten Fenster und haken Sie ab, was schon stimmt. Unter jedem Punkt steht, woher die Regel stammt. Gespeichert wird nichts.

0 von 10 Punkten erledigt

Hier ist noch einiges offen. Gehen Sie die Punkte der Reihe nach durch.

  1. Google verlangt den Namen wie auf Schild und Briefpapier. Ortsnamen und Suchbegriffe gehören nicht hinein.

    Quelle: Google-Richtlinien für Unternehmensprofile

  2. Bei Whitespark steht sie auf Platz 1, nach Einschätzung von 47 Fachleuten.

    Quelle: Whitespark-Umfrage, 06.11.2025

  3. Google empfiehlt, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen. Tragen Sie nur ein, was Sie tatsächlich anbieten.

    Quelle: Google-Richtlinien für Unternehmensprofile

  4. Wer keine Kunden vor Ort empfängt, blendet die Adresse laut Google aus. Virtuelle Büros ohne Personal sind nicht erlaubt.

    Quelle: Google-Richtlinien für Unternehmensprofile

  5. Google erlaubt bis zu 20 Gebiete, höchstens etwa zwei Fahrstunden vom Standort entfernt.

    Quelle: Google-Hilfe zum Einzugsgebiet

  6. Die Google-Richtlinien sehen vor, dass Sie Ihre regulären Öffnungszeiten angeben.

    Quelle: Google-Richtlinien für Unternehmensprofile

  7. „Zur Suchzeit geöffnet“ zählt bei Whitespark zu den fünf wichtigsten Faktoren. Falsche Zeiten schicken Kunden vor eine verschlossene Tür.

    Quelle: Whitespark-Umfrage, 06.11.2025

  8. Diese Übereinstimmung steht bei Whitespark auf Platz 15. Prüfen Sie auch Hausnummer und Vorwahl.

    Quelle: Whitespark-Umfrage, 06.11.2025

  9. Rabatte oder Geschenke dafür verbietet Google. In der US-Befragung von BrightLocal achten 74 Prozent auf Bewertungen der letzten drei Monate.

    Quelle: Google-Richtlinie für Rezensionen; BrightLocal 2026 (USA)

  10. In derselben Befragung nutzen 80 Prozent eher Betriebe, die auf alle Bewertungen antworten. Schreiben Sie eigene Sätze statt Textbausteine.

    Quelle: BrightLocal 2026 (USA)

Fragen und Antworten im Profil fehlen hier bewusst. Google hat die zugehörige Schnittstelle am 03.11.2025 eingestellt, zur Funktion selbst gibt es keine Bestätigung.

Unsicher bei einzelnen Punkten?

Wir gleichen Ihr Profil mit Ihrer Website ab und zeigen Ihnen, welche Angaben nicht zusammenpassen. Die Analyse ist kostenlos.

Profil und Website prüfen lassen

Der Mechanismus

Warum das Profil für KI zählt

Das Unternehmensprofil ist der Eintrag, den Google in Maps und neben den Suchergebnissen zeigt. Es verdient dieselbe Sorgfalt wie Ihre Website.

Google schreibt in seinem Leitfaden zu generativen KI-Funktionen vom 15.05.2026, dass KI-Antworten Informationen über lokale Unternehmen enthalten können. Als Hilfe nennt Google ausdrücklich das Unternehmensprofil. Damit ist das Profil keine Nebensache mehr neben der Website.

Für die lokale Suche nennt Google drei Kriterien, nämlich Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Relevanz beschreibt, wie gut Ihr Profil zur Suchanfrage passt. An der Entfernung zum Suchenden können Sie nichts ändern. Bekanntheit misst Google unter anderem an Rezensionen und an Websites, die auf Sie verweisen.

Wie Fachleute die Angaben gewichten, zeigt die Whitespark-Umfrage vom 06.11.2025. Dort haben 47 Fachleute für lokale Suche 187 Faktoren eingeschätzt. Ganz oben stehen die primäre Kategorie, die Nähe zum Suchort und Suchbegriffe im Profilnamen. Das sind Einschätzungen, keine Messungen.

Beim dritten Punkt ist mir eine klare Trennung wichtig. Nehmen wir einen Malerbetrieb in Hochheim, der sich im Profil „Maler Hochheim Fassade günstig“ nennt. Die Fachleute halten so etwas für wirksam, die Google-Richtlinien verbieten es. Ich rate davon ab.

Zwei neue Google-Funktionen sollten Sie nicht überschätzen. „Ask Maps“ beantwortet Fragen zu Orten mit Gemini und ist am 12.03.2026 nur in den USA und in Indien gestartet. Die Verwaltung des Profils über die Gemini-App schließt den Europäischen Wirtschaftsraum ausdrücklich aus.

Wie das Profil mit Website und Fremdquellen zusammenspielt, beschreibe ich auf der Seite SEO, GEO und AIO.

In der Praxis

Erlaubt und verboten

Vier Grenzfälle, bei denen Betriebe am häufigsten danebenliegen. In der Mitte steht die saubere Lösung, rechts das, wovon ich abrate.

Unternehmensprofil: Grenzfälle mit sauberer Lösung
ThemaSo ist es richtigDas sollten Sie lassen
AdresseDie echte Adresse, wenn Kunden zu Ihnen kommen. Sonst ausgeblendet.Ein virtuelles Büro ohne Personal in Frankfurt, Mainz oder Wiesbaden.
Bewertungen erbittenAlle Kunden auf dieselbe Weise und ohne Gegenleistung fragen.Rabatt, Gutschein oder Geschenk für eine Bewertung.
Kritische BewertungenSachlich und persönlich antworten.Nur zufriedene Kunden fragen oder für das Löschen einer Bewertung etwas anbieten.
KI-FunktionenDas Profil vollständig pflegen, weil Google es als Hilfe für KI-Antworten nennt.Auf die Verwaltung per Gemini warten. Sie gilt nicht im Europäischen Wirtschaftsraum.

Häufige Fragen

Fragen zum Profil

Das fragen Betriebe am häufigsten, bevor sie ihr Profil anfassen.

Das ist nicht belegt. Belegt ist nur die Aussage von Google, dass das Unternehmensprofil helfen kann, in KI-Antworten der Google-Suche sichtbar zu werden. Für andere Systeme gibt es nur Beobachtungen. Search Atlas hat in einer Studie vom Januar 2026 insgesamt 104.855 Quellenangaben zu Suchen nach Betrieben in der Nähe auf sechs KI-Plattformen ausgewertet. Ein Wert für das Unternehmensprofil hing dort am stärksten mit einer Nennung zusammen, mit etwa 0,16 aber schwach. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis.

Nur wenn der Ort Teil Ihres echten Firmennamens ist. Google verlangt den Namen so, wie er auf Schildern und Briefpapier steht. Zusätzliche Orte oder Suchbegriffe sind nicht vorgesehen. In der Whitespark-Umfrage vom 06.11.2025 halten Fachleute Suchbegriffe im Namen zwar für wirksam. Das ist aber die Einschätzung von 47 Personen und ändert nichts an der Richtlinie. Ich rate deshalb davon ab.

Wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, blenden Sie die Adresse im Profil aus und legen ein Einzugsgebiet fest. Google erlaubt bis zu 20 Gebiete, und das gesamte Gebiet soll nicht weiter als etwa zwei Fahrstunden von Ihrem Standort entfernt liegen. Virtuelle Büros ohne Personal sind laut Google nicht erlaubt. Co-Working-Flächen gehen nur mit Beschilderung, Personal und Kundenempfang.

Nein. Google verbietet Anreize wie Zahlungen, Rabatte, kostenlose Produkte oder Dienstleistungen für eine Rezension oder für das Entfernen einer negativen Bewertung. Ebenso verboten ist es, gezielt nur zufriedene Kunden anzusprechen. Erlaubt ist, um eine Bewertung zu einer echten Erfahrung zu bitten, ohne Gegenleistung. Seit dem 24.07.2026 enthält auch die Google-Dokumentation zu Bewertungs-Snippets, den Sternen in Suchergebnissen, eine Regel gegen gefälschte Bewertungen und gegen Bewertungen mit verdeckter Gegenleistung.

Nach der Ankündigung von Google vom 10.06.2026 nicht. Google führt die Verbindung von Unternehmensprofil und Gemini-App seit Juni 2026 weltweit ein. Damit lassen sich etwa Antworten auf Bewertungen entwerfen oder Öffnungszeiten ändern. Der Europäische Wirtschaftsraum und Großbritannien sind ausdrücklich ausgenommen. Betriebe in Deutschland pflegen ihr Profil deshalb weiter wie bisher direkt bei Google.

Über den Autor

Porträtfoto von Kevin Schäfer, Geschäftsführer von Schäfer Online-Marketing

Kevin Schäfer

  • Geschäftsführer
  • Online-Marketing Consultant
  • Sachverständiger für SEO, GEO, AIO und Webdesign

Kevin Schäfer ist seit 2010 im Marketing tätig und hat Schäfer Online-Marketing am 1. Mai 2020 gegründet. Die Agentur hat über 90 Betriebe in laufender Betreuung, das Beratungsbüro liegt in Bischofsheim. Als Sachverständiger für SEO, GEO, AIO und Webdesign legt er Wert auf belegbare Aussagen.

Schäfer Online-Marketing · Beratungsbüro Darmstädter Straße 11 · 65474 Bischofsheim · Telefon 06146 90 96 072

Nächster Schritt

Profil und Website prüfen lassen

Wir sehen uns Ihr Unternehmensprofil und Ihre Website gemeinsam an. Dabei prüfen wir, ob Name, Adresse, Zeiten und Kategorien zusammenpassen und den Google-Richtlinien entsprechen. Was danach in KI-Antworten erscheint, entscheidet Google, nicht wir.

Lieber direkt sprechen? Telefon 06146 90 96 072 oder anfrage@schaefer-online-marketing.de

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