In vielen kleinen Betrieben sieht die Lage ähnlich aus. Der Chef macht das Marketing nebenbei, abends oder am Wochenende. Irgendwann reicht das nicht mehr, und es stellt sich die Frage, ob man jemanden einstellt oder die Aufgabe abgibt.
Es gibt drei Grundmodelle. Beim eigenen Team arbeitet eine angestellte Person am Marketing. Beim Auslagern setzt eine Agentur die Aufgaben um. Bei der externen Marketingleitung übernimmt jemand von außen die Rolle eines Marketingleiters.
Diese Rolle übernehme ich für manche Betriebe selbst. Ich plane und steuere dann Strategie, Website, Google Ads, SEO und Social Media und kontrolliere die Ergebnisse. Google Ads sind bezahlte Anzeigen bei Google, SEO ist die Arbeit an den unbezahlten Suchergebnissen. Im Englischen heißt das Fractional Leadership. Gemeint sind Führungskräfte, die mehreren Organisationen jeweils einen Teil ihrer Zeit widmen. So beschreibt es ein Podcast der Harvard Business Review vom 12.11.2024.
Die Bitkom-Befragung im Kasten zeigt, dass der Anteil für externe Dienstleister gesunken ist. Bei Konzernen weist Gartner in eine ähnliche Richtung. Von 402 im Jahr 2025 befragten Marketingchefs, meist aus Unternehmen mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz, wollen 39 Prozent ihre Agenturbudgets kürzen. Für einen Malerbetrieb in Hochheim ist das kein Maßstab.
Vor jeder Entscheidung steht für mich die Frage, ob eine einzelne Person Ihre Aufgaben überhaupt abdecken kann. Strategie, Website, Anzeigen, Beiträge und Auswertung verlangen sehr unterschiedliches Wissen.